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Aus gegebenem Anlass

30. Juli 2014

Nur eine Kleinigkeit: Normalerweise sind deutsche Tagespolitikinteressierte ganz schnell dabei, alles zu kritisieren und hinterfragen, was in den „Mainstreammedien“ [sic!] verlautet wird. Wenn es um angebliche israelische Kriegsverbrechen geht, sind genau diese Personen aber höriger und gläubiger als ein Erzkatholik gegenüber dem Papst.

Der allzuoft zitierte Leitsatz „Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst!“ hat scheinbar nur dann Gültigkeit, wenn er in den Kram passt.

Nota bene: Leider sind Kriegsverbrechen nur zu menschlich und auch von israelischer Seite möglich, aber was in einem Krieg tatsächlich geschieht, erfährt man bestenfalls, nachdem er vorbei ist. Was allerdings bei den ganzen Schreckensmeldungen stutzig machen muss, ist, dass die Hamas seit jeher die bessere PR Abteilung hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es ist beeindruckend (in ähnlichem Sinne wie die Organisation des Holocaust in Nazideutschland beeindruckend war), wie es der Hamas gelungen ist, einen perfiden Plan durchzuführen: Israel wird durch massive militärische Aggression zu einem Krieg genötigt, ohne wirkliche Alternativen zu haben. Ein Versuch von Deeskalation wäre als Schwäche ausgelegt worden und hätte zu noch größerem Druck von außen geführt, während die innenpolitische Lage gleichsam immer instabiler geworden wäre. Es blieb nur der Krieg (wen der militärische Aspekt interessiert, soll sich mal am Stichwort „strategische Tiefe“ entlanghangeln). Nach dieser abgeschlossenen ersten Phase ist nun die zweite in vollem Gange: Die mediale Rezeption dieses Krieges wird so beeinflusst, dass Israel als blutrünstiger Aggressor wahrgenommen wird. Es wird von palästinensischer Seite versucht, die zivilen Opfer zu maximieren; Schulen werden als Stützpunkte, Zivilisten als Schutzschilde missbraucht – uralte, aber bewährte palästinensische Kriegslisten. Und die westlichen Medien beißen nicht nur an, sie fallen über den Köder her. Allein schon die Bezeichnung „zivile Opfer“ ist beispielhaft: Es gibt nur zivile Opfer auf palästinensischer Seite, denn eine reguläre Armee besitzt die Hamas nicht. Egal ob Terrorist, Kämpfer, Frau oder Kind – allesamt fließen sie in die Zählung der „zivilen Opfer“ ein. Aber das nur am Rande.

Und bitte nie vergessen: In Israel haben Frauen und Homosexuelle Rechte, in Israel herrscht Meinungsfreiheit, in Israel werden Vergewaltigungsopfer nicht gesteinigt, in Israel leben Juden, Moslems, Christen, Atheisten und andere Gläubige friedlich Seite an Seite. In den umgebenden islamistischen Staaten ist all das (und noch viel mehr!) nicht der Fall. Das Ziel Israels ist der Erhalt dieser Fackel des Liberalismus.

Zu den Zielen der Hamas einige erleuchtende Zitate aus deren Gründungscharta:

„Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat.“ (aus der Präambel)

„Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine eigenständige palästinensische Bewegung, […] die dafür kämpft, dass das Banner Allahs über jeden Zentimeter von Palästina aufgepflanzt wird.“ (aus Artikel 6)

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“ (aus Artikel 7)

„Für das Palästina-Problem gibt es keine andere Lösung als den Jihad. Friedensinitiativen sind reine Zeitverschwendung, eine sinnlose Bemühung.“ (aus Artikel 13)

Es ist mir wirklich zutiefst unverständlich, wie sich auch nur ein einzelner klar denkender, aufgeklärter Mensch mit diesen Barbaren (und damit meine ich NICHT die palästinensischen Frauen und Kinder, die von ihren bewaffneten Landsleuten als Schutzschilde missbraucht werden, um die zivile Opferzahl israelischer Angriffe zu erhöhen) solidarisieren kann. Ohne jede Polemik, ich begreife es nicht.