Indem sie den UN-Menschenrechtsrat für dessen israelkritische Resoultionen loben, zeigt die palästinensische Führung ihren feinen Sinn für Humor.

Lustig dabei ist vor allem der “Menschenrechtsrat” selbst, denn aktuelle Mitglieder sind unter anderem:

  • Benin: In Gefängnissen wird straffrei misshandelt, Homosexualität stellt eine Straftat dar.
  • Botswana: Auch hier darf man als Homosexueller mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren rechnen.
  • Indonesien: In einer Region gilt die Scharia – gesellschaftliche Abweichler (es genügt die Missachtung der Bekleidungsvorschriften!) erwarten dort Umerziehungsmaßnahmen, Atheisten Gefängnisstrafen.
  • Republik Kongo: Pygmäen werden gern von Bantus als Sklaven gehalten. Keine Metapher.
  • Burkina Faso: Frauen werden verstümmelt (“beschnitten”) und sind quasi entrechtet. Homosexualität ist strafbar.
  • Kuwait: Frauenrechte sind beschnitten, das Internet wird zensiert.
  • Der durchschnittliche Wert aller 15 Mitgliedsstaaten im “2013 Index of Economic Freedom” beträgt 3.2, wobei 1 “frei” und 5 “unterdrückt” bedeutet. Dass diese UN-sanktionierte Realsatire sich erdreistet, dem einzigen freien Staat im Nahen Osten Vorwürfe wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen zu machen, ist wirklich unglaublich.

    Aber natürlich darf man das nicht aussprechen, denn es entspricht ja deren Kultur, und die Menschen wollen ja so und nicht anders leben, auch die Opfer! Und überhaupt: Wie können denn kulturelle Elemente Menschenrechte verletzen? Der einzige Staat auf der Welt, der tatsächlich Menschenrechte verletzt, sei Israel, so der allgemeine Konsens. Die tatsächliche Bedeutung dieser ohnehin schon völlig absurden und hasserfüllten Einstellung, ist: Die Wurzel allen Übels seien die Juden!

    Na klar – jeder damit Konfrontierte würde diese Mentalität vehement abstreiten, schließlich sei er ein Freund der Juden, habe selbst jüdische Freunde, möchte doch einzig verhindern, dass die Juden denselben Fehler begingen, wie dazumal die Nazis. Und ich glaube, dass sie von dem, was sie da sagen, absolut überzeugt sind. Aber zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein klafft ein tiefer Spalt, der nur mithilfe allzu selten angewandter Selbstreflexion überwindbar ist.

    Ich gebe diesen so sehr fehlgeleiteten Individuen keine große Schuld – es ist ja schier unmöglich, sich vor der allgegenwärtigen propalästinensischen Beeinflussung zu schützen. Man muss nur einmal vergleichen, wie viele Sonderkommissionen, Gremien, Hilfsorganisationen, Aktivisten, Dokumentationen, Reportagen etc. zum Thema “Palästina” und dagegen zum Thema “Darfur” existieren.

    UPDATE:
    Gerade las ich in den Nachrichten, dass sich ein Saudi entscheiden darf, zwischen einer Querschnittslähmung und einer Geldstrafe. Er befindet sich aber nicht in der Hand skrupelloser Verbrecherbanden, sondern in einem saudi-arabischen Gefängnis, wo er ganz offiziell vor diese Wahl gestellt wird. Natürlich hat er die umgerechnet 200.000 € nicht, und so bleibt die “Wahl” ein zynischer Strohhalm. Ihm wird also bald von Medizinern das Rückenmark durchtrennt werden. Seine Tat: Er lähmte mit einer Messerattacke sein Opfer, und da in der Scharia Spiegelstrafen durchaus üblich sind, hat also alles seine “Richtigkeit”.
    Warum erwähne ich das hier? Man ahnt es schon – Saudi Arabien war bislang bereits zwei Mal Mitglied im UN-Menschenrechtsrat. Lustig, nicht?