/* Disable XMLRPC add_filter( 'xmlrpc_enabled', '__return_false' );*/ /* Remove XMLRPC, WLW, Generator and ShortLink tags from header remove_action('wp_head', 'rsd_link');*/ feed.the1nter.net » Archiv » Gegen die ewige Kulturdebatte

Gegen die ewige Kulturdebatte

23. Dezember 2011

„Integration“ ist ein Schlagwort, bei dem die Emotionen zu kochen beginnen. Fest scheint zu stehen: Migranten müssen sich integrieren. Ebenso: Integrieren sich Migranten nicht, bedeutet dies das Ende der sogenannten „deutschen Kultur“. Mit dieser Gegenüberstellung von „Migranten“ und „Deutschen“ bzw. „Migrantenkultur“ und „deutscher Kultur“, wird ein Fass ohne Boden aufgemacht, welches völlig wegführt von der ursprünglichen Frage: Wie ist eine gute Gesellschaft heute möglich?
Und genau hier sollte bereits jegliches Gerede von Kultur und Lebensart aus der Debatte verbannt werden. Denn Kultur ist nicht steuerbar (zumindest nicht ohne massive Zuhilfenahme unliberaler Mittel) und ebensowenig voraussehbar. Was dagegen in die Debatte gehört, ist die Frage nach gemeinsamen Nennern, die jedes Mitglied der Gesellschaft für ein erfolgreiches Zusammenleben akzeptieren muss.

Ich schlage vor:
1. Bekenntnis zu allumfassenden Menschenrechten.
2. Bekenntnis zur deutschen Gesellschaft.
3. Bekenntnis zur deutschen Sprache.

Ad 1: Menschenrechte, das bedeutet: Gleiches Recht für alle Menschen, sind fundamental für eine offene Gesellschaft. Wer sie nicht akzeptiert und verteidigt, kann nicht toleriert werden. Eine freie Gesellschaft, die diskriminiert, wäre paradox
Ad 2: Eine offene Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn von jedem Mitglied für und nicht gegen sie gearbeitet wird. Eine Gesellschaft, die sich selbst zerstört, wäre paradox.
Ad 3: Um produktiv an einer Gesellschaft teilhaben zu können, muss eine gemeinsame Verständigung möglich sein. Eine Gesellschaft ohne Sprache wäre paradox.

Aus diesen Grundpfeilern einer Gesellschaft wird auch jede Debatte um Nationalität nichtig. Niemand muss sich mehr auf konstruierte Herkunftsmythen berufen, die ohnehin keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten, sondern kann sich als Zugehöriger der Gesellschaft betrachten, wenn er jene drei Faktoren akzeptiert.