/* Disable XMLRPC */ add_filter( 'xmlrpc_enabled', '__return_false' ); /* Remove XMLRPC, WLW, Generator and ShortLink tags from header */ remove_action('wp_head', 'rsd_link'); feed.the1nter.net » 2012 » Januar

So zumindest der ewige Nörgelruf sogenannter „Israelkritiker“. Man dürfe Israel ja nicht kritisieren, die Medien würden sowieso immer nur pro-israelisch berichten.

Wie zum Teufel finden dann am Holocaust-Gedenktag(!) zwei(!) nicht tagesaktuelle(!) israelkritische Schlagzeilen ihren Weg in das Internetportal der bekanntesten öffentlich-rechtlichen deutschen Nachrichtensendung, der Tagesschau?


(Screenshot von infolive.de, 27.01.2012)

Rassismus zusammengefasst

6. Januar 2012

(Eine Antwort von mir in einem Forum. So brilliant, dass ich gar nicht anders kann, als sie hier hineinzustellen! Inklusive Rechtschreibfehler, versteht sich.)

Der Begriff „Rasse“ ist völlig undefiniert und quasi beliebig einsetzbar. Im Laufe der Zeit wurden selbst Männer und Frauen als jeweils eigene Rasse definiert (vgl. Geulen, Geschichte des Rassismus). Von daher ist es durchaus korrekt, immer dann von „Rassismus“ zu sprechen, wenn (konstruierte oder tatsächlich existente) fremde Gruppen diffamiert werden.

Und: Deutsche sind mitnichten eine eigene „Rasse“ (das zu behaupten grenzt an, no offence, passivem Rassismus). Tatsächlich wurde qua ständiger Aus- und Einwanderung eine recht starke „Durchmischung“ der Menschen hierzulande gewährleistet (vgl. Hoerder, Geschichte der deutschen Migration).

Und zu guter Letzt, direkt die Antwort auf das Argument, konstituierend für eine „Rasse“ sei nicht die Herkunft, sondern die Kultur: Mit einem schlagzeugspielenden Familienvater aus Südbayern, der gern Bungee springt, hat ein schlagzeugspielender Familienvater, der gern Bungee springt aus New York mehr kulturelle Gemeinsamkeiten, als ein Unmusikalischer, lediger Schiffskapitän mit Höhenangst aus Hamburg (vgl. Bringeus, Manniskan som kulturvarelse: En introduktion till etnologin). You get the point. 😉

Kulturkritik

6. Januar 2012

Bei all den Debatten über eigene Kultur, fremde Kultur, Leitkultur und dergleichen, hat sich eine bestimmte Prämisse heimlich in die Köpfe der Menschen eingeschlichen, die als unhinterfragbar angenommen wird: Eine fremde Kultur (die viel einfacher zu definieren ist, als die eigene, übrigens) darf immer nur relativ betrachtet werden, d.h. sie darf zwar als inkompatibel zur oder schädlich für die eigene Kultur betrachtet werden, aber niemals als per se gut oder schlecht. Dieser Grundsatz zieht sich sowohl durch alle Debatten, als auch durch – und das ist bemerkenswert – alle Lager! Sowohl die sog. Linken, als auch die sog. Rechten sind Kulturrelativisten. Die einen finden fremde Kultur prima, auch bei uns, die anderen finden fremde Kultur auch prima, aber eben nur im Ausland.

Das Bizarre daran ist nun: Auch menschenfeindliche Kultur wird verteidigt! „Es gehört eben zu deren Kultur.“ ist das kulturrelativistische Totschlagargument No. 1, wenn bestimmte Handlungen oder Ideologien kritisiert werden. Dabei ist es alles andere als eindeutig oder klar, dass diese Aussage stimmt. Natürlich, Kultur ist DIE Grundlage der Gesellschaft und des Individuums, der Wert der Kultur kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, aber für einen aufgeklärten Menschen, und insbesondere für einen Menschen nach Auschwitz, muss sich auch Kultur den Menschenrechten unterordnen. Daraus resultiert dann auch die Angreifbarkeit bzw. Kritisierbarkeit der Kultur: Eine Kultur, in der das Steinigen von Ehebrecherinnen (auch vergewaltigte Frauen zählen dazu) legitim ist, ist in diesem Punkt als „schlecht“ zu bewerten.