/* Disable XMLRPC */ add_filter( 'xmlrpc_enabled', '__return_false' ); /* Remove XMLRPC, WLW, Generator and ShortLink tags from header */ remove_action('wp_head', 'rsd_link'); feed.the1nter.net » 2011 » März

In vielen Diskussionen wird eine bestimmte Kategorisierung vorgenommen, die so eigentlich nicht nötig wäre, oder sogar dem Ziel einer jeden Diskussion, dem Schaffen von Klarheit und finden einer Lösung, entgegenwirkt. Es ist dies die Kategorie „Ausländer“. Diese Definition umfasst zunächst all jene, die nicht im Staat des Definierenden leben, oder unschärfer, dafür eher der Realität entsprechend: Jene, die andere ethnische oder kulturelle Merkmale aufweisen, als der Definierende. Der Gegenstand wird dann, in jenem Diskussionstypus, der hier von Bedeutung ist, weiter eingeschränkt: Problematische Ausländer. Also jene, die andere ethnische Merkmale aufweisen und zudem in irgendeiner Forum Probleme bereiten. Es sind dies die Delinquenten ebenso wie jene, die sich weigern, fundamentale westliche Werte anzunehmen.

Wenn wir nun alle in Deutschland lebende „problematische Ausländer“ zählen, erhalten wir die Zahl x. Eine Zahl, die nichts mit den Problemen zu tun hat, welche von jenen hervorgerufen werden und noch weniger mit den individuellen Umständen, die einen Ausländer problematisch werden lässt. Wären Ausländer per se problematisch, bedürfte es keiner Unterscheidung zwischen „problematischen“ und „nicht-problematischen“, also muss es etwas geben, das diese Unterscheidung möglich werden lässt. Wir kommen dem eigentlichen Problem einen Schritt näher, wenn wir die Intention hinter der Definition „Ausländer“ hinterfragen. Es erscheint nur allzu plausibel, dass „wir“ uns abgrenzen von etwas anderem, denn nur wenn es ein Anderes gibt, kann ein Gleiches entstehen. Noch plausibler ist es, wenn wir das Andere mit dem Negativen verbinden, denn nur so können wir das Gleiche erheben.

Verlassen wir aber für kurze Zeit die Ebene der Intuitio und betreten wir jene der Ratio. Wenn wir von der Kategorie „problematischer Ausländer“ das „Ausländer“ entfernen, erfassen wir eine bestimmte Zahl x+y, welche alle Delinquente und jene, die sich weigern, westliche Werte anzunehmen, umfasst. Auch diese Zahl geht in keiner Weise auf oben genannte Probleme und Umstände ein, aber sie liefert die gesamte Grundlage für weiteres, systematisches Vorgehen. Das Attribut „Ausländer“ ist ein willkürlich gewähltes, welches verhindert, mögliche strukturelle Ähnlichkeiten zwischen problematischen Ausländern und nicht-Ausländern zu erkennen.